Blogger leben oft in Hast und Eile, manche sogar in Zwang. Sie müssen einfach bloggen. Jeden Tag! Entweder, weil sie es gern machen (dann ist es natürlich kein Zwang mehr), oder weil sie denken, sie hätten ansonsten schwerwiegende Nachteile. Ihre Lebensqualität wird daher von äußeren Umständen bestimmt, was regelmäßig zur Identitätskrise führen… Das ist übertrieben, aber trotzdem gibt es heute mindestens 20 verschiedene Indizien für eine Blog-O-Manie, den krankhaften und damit destruktiven Zwang zu bloggen.
Wie erkenne ich eine Blog-O-Manie bei mir selbst?
1. Du denkst an dein Weblog, während du mit anderen Dingen beschäftigt bist.
2. Du bist unzufrieden mit deinem Blog und änderst ständig Inhalt & Design.
3. Du überprüfst täglich (stündlich, etc) deine Statistiken und zweifelst bei niedrigen Besucherzahlen an der Qualität deiner Artikel.
4. Du bist in sämtlichen DIGGs, YIGGs und SCOOPs dieser Welt angemeldet und hast dein soziales Netzwerk in die Blogosphäre verlegt.
5. Dieser fünfte Punkt wird nur wenigen Lesern gefallen: Du machst täglich Backups und überprüfst alles doppelt und dreifach.
6. Der Pagerank ist dein Stimmungsbarometer und die absolute Messlatte für dich und dein Blog.
7. Das Bloggen fällt dir schwer und du hast eigentlich keine Lust, denkst aber, dass “du es den Lesern schuldig bist”, einen Artikel zu schreiben.
8. Du lästerst über andere Blogs und verbündest dich mit anderen gegen einzelne Seiten = Bezugswahn?
9. Deine Werbeeinnahmen sind für Lebensmittel und sonstige essentielle Dinge im Leben vorgesehen. Das könnte heißen, dass du mit deinem Blog reich geworden bist: Herzlichen Glückwunsch!
10. Du schreibst oft Listenartikel, die nach viel aussehen, aber nur eine langweilige Aufzählung wie diese hier bieten.
11. Du verschiebst Termine und Verabredungen, um “in Ruhe” bloggen zu können.
12. Du schreibst Artikel auf Vorrat, weil du fürchtest, an einem Tag mal keinen Beitrag veröffentlichen zu können.
13. Du denkst, dass dein Blog am besten ist und alle anderen ausschließlich von dir etwas lernen können (und nicht umgekehrt).
14. Du bietest nicht nur RSS-Feeds an, sondern erschlägst den Leser mit der Aufforderung, deinen Feed zu abonnieren.
15. Du hast verkrampfte Hände, was du ignorierst, um weiter bloggen zu können.
16. Du hast dein Weblog als Startseite im Browser angegeben. Hallo, du armer Narziss!
17. Du wirst nervös, wenn dein Blog nicht erreichbar ist, sei es, weil du wieder etwas loswerden willst oder weil du um einbrechende Besucherzahlen fürchtest.
18. Du denkst, eine Blogparade sei der richtige Weg, um mit anderen Menschen zu kommunizieren und diese besser kennen zu lernen.
19. Du achtest nicht auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
20. Du bist gemein und pochst als Rechtfertigung auf die vermeintliche Anonymität und Gleichgültigkeit des WWW.
Conclusio
Es gibt viele andere Indizien, die dir zeigen können, dass du eventuell “einen oder zwei Artikel kürzer treten solltest”, um nicht völlig dem Blog-Wahn zu verfallen! Sicherlich gibt es sogar schon solche Listen, aber das stört mich als Zwangsblogger der Kategorien 1, 2, 9, 15 und 17 kaum.
Welche Anomalien findest du bei dir wieder? Oder trifft auf dich keines der genannten Indizien zu? Ich bin gespannt, ein paar Meinungen zu lesen!


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