5 Ideen für (un)attraktive Blogs

by frjk on 27. Dezember 2008

Um ein Blog einem großen Publikum zugänglich zu machen, bedarf es einiger Eigenschaften, die leider nicht jeder hat. Zum Beispiel einen eingängigen Schreibstil und den Blick für die momentanen Trends.

Dazu 5 Ideen – ich hoffe, du kannst ihnen ein paar Dinge abgewinnen, um den Blogolymp zu erreichen oder zu verlassen. Haha.

1. Werbung

Google AdSense und Co. können ein Blog oder jede andere Seite völlig verunstalten und als Revenue-Trap brandmarken. Jedoch gibt es eine selten beachtete Kehrseite – solange nämlich User auf die Werbung klicken, kann man sicher sein, nicht ausschließlich höherwertige Inhalte zu bieten, als die Werbebanner es suggerieren! Wenn du also Werbung schaltest und damit Geld verdienst, dann machst du marketingtechnisch sehr viel richtig, ideentechnisch aber sehr viel falsch.

2. Gewinnspiele

Ich denke, dass Gewinnspiele so negativ “aufgeladen” sind, dass sie nur wenig Raum in einem jeden Weblog einnehmen sollten – außer es handelt sich um ein so genanntes Gewinnspielblog! Wenn ein Gewinnspiel einen echten Mehr-Wert für den User bietet, ist das völlig okay und sicher eine gute Idee, falls jedoch mit planlosen Gewinnspielen der ansonsten fade Content versteckt werden soll: Scheiß Idee!

3. Die Lästerstunde

Die Konkurrenz ist groß – das weiß jeder, der ernsthaft bloggt. Darum sind bei sehr vielen “Beta”-Bloggern läster- und lasterhafte Artikel zu finden, die sich mit den scheinbaren Mängeln fremder Blogs befassen. Das ist eine gute Idee, wenn die Lästerstunde gerechtfertigt ist. Wann aber ist es richtig, über andere Menschen und ihre Ideen schlecht zu reden? Richtig! Garnicht :-) Du bist doch sicher fähig, selbst Inhalte zu kreieren, die den Leser fesseln, ohne auf ein BILD-Niveau abzurutschen, oder?

4. Exklusive Bereiche

Wenn du ein Blog erstellst und darauf abzielst, die Besucher an deine Seite zu binden, dann ist es eine gute Idee, Bereiche zu gestalten, die nur den anmeldewilligen Usern zugänglich sind. Beachte jedoch, dass die Exklusivität auch dazu führen kann, dass die Leser genervt sind und nach alternativen Seiten zum entsprechenden Thema suchen; die Konkurrenz ist wirklich groß! Ohne superbe, ultrageile Inhalte anzubieten, ist es ziemlich dumm, dem geneigten User die gewünschten Informationen vorzuenthalten.

5. Designfragen

Es gibt Weblogs, die sehen kacke aus und haben täglich Besucherscharen, die das Designerauge absolut nicht verstehen kann. Und es gibt unglaublich attraktive und durchdachte Seiten, die kaum besucht werden. Das verstehst du nicht? Ich schon: Es liegt schlicht daran, dass “zu gutes” Design den Leser überfordern kann, vor allem, wenn innovative, jedoch unbekannte Menüführungen oder Gesamt-Layouts verwendet werden. Bedenke stets, dass alle Menschen es eilig haben und bei einem gesteigerten Bedarf nach exklusiver Grafik den Fernseher anschalten, anstatt Weblogs zu besuchen, die frühestens 2018 dem Otto-Normal-User geistig zugänglich sind.

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