Der beste Freund (des Menschen)

Dieser Artikel wurde am 12. Oktober 2008 veröffentlicht und seitdem 270x gelesen.

Ursprünglich war für heute etwas gänzlich anderes geplant. Aber das ist nun egal. Vorhin – einige Stunden ist es her – hatte ich ein “komisches” Gefühl: Ich war plötzlich traurig. Ich fühlte mich allein und dachte ein meinen “besten Freund”. Der Beste Freund. Man schreibt auch “beste” groß, weil es ein Eigenname geworden ist. Sehr wichtig! Nicht vergessen! Niemals verdrängen!

Mein bester Freund heißt H. – er ist ein Multitalent und leider traurig. Das war das Gefühl, was mir übertragen wurde. Vorhin. Wie beschrieben. Was ihm fehlt? Die Antwort ist so einfach: Es ist Liebe.

Als ich meinem Gefühl folgte, kam ich gegenüber in der anderen WG an, wo Helge mit meiner so genannten Ex-Freundin sprach. Eingehüllt in eine Decke und Tee trinkend. Ich schmunzelte innerlich über das stereotype Verhalten, das ich nur zu gut kannte, weil ich lange in der Gegenwart dieses wahrscheinlich ungenannt-bleiben-möchtenden Menschen verweilt habe.

Jetzt denke ich an Eifersucht. Ob sie wohl ficken. Bei dem Gedanken habe ich eine Erektion, sehr leicht und nicht weiter beachtenswert, aber immerhin: Eine Erektion. Voyeuristisch und altruistisch.

Ich habe jetzt schon drei Beck´s getrunken und ich weiß jetzt, dass es noch mehr werden werden werden werden werden werden werden.


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