Verrückt. Ich bin froh, dass du dich wohl fühlst und hoffe, dass der legendäre Schein nicht trügt. Danke für deinen lieben Brief, für deine Zuneigung und danke dafür, dass du mir überhaupt geschrieben hast. Ich kenne dich auch nicht (mehr) – dennoch vermisse ich dich.
Der Eine, der ich für dich bin. Ich weiß: Aus meinem Mund oder aus meiner Feder klingt es unecht und nicht wirklich; trotzdem: Du bist ebenfalls Die Eine. Du bist für mich die Frau und die Liebe, die mein Leben bestimmen könnte. Jedoch bin auch ich frei und tue und lasse, wonach mir ist. In Wirklichkeit aber – auch wenn ich mit anderen Frauen im Bett liege – sehne ich mich weiterhin nach dir. Gleichzeitig lasse ich dich endlich gehen und wünsche dir all das, was wir nicht hatten. Oder besser: Ich wünsche dir Glück, liebe Reisende! Ich denke an dich. Mehr, als du wahrscheinlich glaubst.
Oft sehe ich dich mit mir zusammen, manchmal in fremden Ländern, manchmal in unserer Vergangenheit. In deinem Bett zum Beispiel oder in den wunderbaren Momenten, wenn du mir so nah warst. Niemand ist mir seitdem so nah gewesen, so vertraut. Niemand fühlt sich mehr “richtig” an, seit ich dich kennen lernen durfte.
Meine diversen Frauen befriedigen eher meine riesige Lust, schöne Gefühle zu geben. Liebevoll und ehrlich. Nicht aber bin ICH befriedigt mit ihnen. Ich weiß, dass du mich nicht immer verstehst – das musst du auch nicht. Meine Lust gilt dir. Ich gebe zu, nicht immer an dich zu denken, aber wenn, dann mit Hochgenuss und Vorfreude auf weitere Erinnerungen oder sogar ein Treffen in der Zukunft, bei dem ich DIR die Kleider wieder vom Leib reißen und in DIR sein kann! In mir jedenfalls wohnst auch du, ein Raum wird immer für dich frei sein. Wenn wir uns den Körper als Haus vorstellen, dann ist dein Zimmer in meinem Herz…
Hoffentlich hast du den Brief nicht bereut. Ich werde ihn aufbewahren und sicher oft darin lesen.
Weiterhin eine schöne Reise, liebe Reisende!


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