Klarer Kopf gibt Super-Blog-Tipp

by frjk on 9. Dezember 2008

Als klarer Kopf ist es mir eine Ehre, dir den Super-Blog-Tipp geben zu können: Deaktiviere für Kommentare & Co. das No-Follow-Attribut! Klingt kompliziert, ist es jedoch nicht. Dieser Link führt dich (als Wordpress-User) zum passenden Plugin (NoFollow Free), ansonsten sei dir die Lektüre von nonofollow.net an dein rasendes Herz gelegt.

Was hat es mich dem NoFollow-Attribut auf sich? Was ist daran so spannend? Warum soll ich es nicht benutzen? Hat es eigentlich Vorteile?

Das NoFollow bewirkt, dass Suchmaschinen wie z.B. die Google-Suche dem betreffenden Link “nicht folgen”, sprich dieser Link keine (unmittelbare) Chance bekommt, indexiert zu werden. Oft sind gerade in Blogs und anderen CMS NoFollow-Links aktiviert.

NoFollow kann auch sehr nützlich sein, zum Beispiel, um auf einer beliebigen Seite die Zahl der ausgehenden Links (Verweise auf externe Seiten im WWW) zu beschränken oder sogar auf Null zu setzen. Viele der populären Linkfarmen (Webkataloge, Blogkataloge) setzen auf die zwiespältige Technologie und somit hat der User eigentlich nichts davon, wenn er einen der vielen Buttons (siehe unter “Gebloggt bei” in der Sidebar) auf seiner Website einbindet. Wozu also irgendetwas beschränken?

Was ist denn jetzt daran spannend?

Das Tolle, das Spannende und das Krasse ist schlicht die Möglichkeit, das Web zu verändern, indem man es sich dynamisch und autonom entwickeln lässt, ohne Regulierung von außerhalb, sprich dem Webmaster oder einer Organisation, deren konventionelle Modelle für das Web 2.0 zwar Interaktivität versprechen, jedoch völlig verkennen (und das mit Absicht), dass die natürliche Entwicklung der Indizes sehr viel nützlicher für den End-User ist.

Hä?

Derjenige, der einen Link setzt, vergibt eine Art Auszeichnung an die betreffende Seite und klatscht quasi für ihren Webauftritt Beifall. So laut, dass Google & Co. aufmerksam werden und dem Link folgen. Daraufhin berechnen die komplizierten, aber unwichtigen Algorithmen Verhältnisse und Beziehungen. Das ist kein Witz: Die Verhältnisse umschreiben den Status Quo der Website, also ihr derzeitiges Ranking. Die Beziehungen stehen für die Verknüpfung beider Verhältnisse.

Diese Ergebnisse wiederum werden für den End-User sichtbar, sobald er bei Google nach einem Begriff sucht. Nämlich dadurch, dass die Beziehungen relativ zum Suchbegriff in einer Reihenfolge angezeigt werden, die der Suchende nicht eigenständig beeinflussen kann! Ideen wie Shmoogle sind Schritte in eine interessante, womöglich richtige Richtung: Die Gleichgültigkeit der Inhalte im WWW. Wenn du nach “Nike” suchst und im Hinterkopf eine kurze Abhandlung über die Göttin und ihre Schicksale hast, dann wirst du enttäuscht, denn zuerst sollst du auf den ersten Platzierungen neue Turnschuhe kaufen! Vielleicht kein perfektes Beispiel, aber du verstehst das schon :-)

NoFollow Is The Key!

Indem nun mutige Webmaster das NoFollow-Attribut zu des Users Gunsten nutzen und es deaktivieren, wird dem Web eine neue Form gegeben, eine natürliche. Das funktioniert ganz einfach:

Wenn du zu diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt und dabei deine Blog/Website-Adresse angibst, wird ein Link zu dieser Seite erstellt; ein Backlink also. Bei NoFollow = 1 wird diesem von dir angegebenen Verweis gefolgt – “oh, wer ist das? wohin führt er uns?” (Google Spider) – und bei NoFollow = 0 wird dem Verweis nicht gefolgt. Die Bots der Suchmaschinen geht einfach woanders hin und beachten nicht die womöglich zusätzliche Quelle an Informationen, die letztendlich für den End-User von Interesse wäre.

Ich will, dass man mir folgt!

Das ist eine gute Idee. Falls du wirklich den Mut dazu hast, dann entferne sämtliche Einträge in deinem HTML-Code, die wie folgt lauten:

“<a href=”http://www.link.de” rel=”nofollow”>Link</a>

Weitere interessante Informationen gibt es hier: Wikipedia NoFollow

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