Filesharing ist mehr als nur illegal. Als aktiver Internetuser und evtl. “Musikdownloader” könntest du dir folgende Situation vorstellen: Wenn du aus dem Fenster schaust, dann siehst du entweder bunte, laute und schmutzige Straßen oder eine scheinbar unberührte Natur. Manchmal – wenn du viele Fenster hast – auch beides. Egal, wo du wohnst: Du atmest die gleiche Luft, manchmal durch die netten Bäume und Sträucher gefiltert, manchmal eben nicht…
Filesharing pro Natur und Umwelt
Musikdownloads sind seit jeher beliebt und seit Torrent-Portalen wie thepiratebay.org oder mininova.org nicht mehr aus dem Internet wegzudenken. Abgesehen von exorbitanten Verlusten (in Form von Geld) hat das Filesharing scheinbar einen großen Nutzen für unsere Gesellschaft und sogar die ganze Erde! Ein Musikdownload (ob illegal oder nicht) verbraucht weniger Energie als ein typischer Einkauf einer CD, das siehst du am folgenden Beispiel:
- Werbung:
Um etwas von neuen (digitalen) Medien zu erfahren, musst du entweder Hellseher sein oder Werbung konsumieren, die dir nahelegt, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Dadurch entsteht Stromverbrauch für TV, Internet, Radio oder indirekt durch Printmedien! - Bestellung / Kauf:
Wenn du ein Musikalbum kaufen möchtest, dann musst du dafür ein Geschäft betreten. Diesen Laden musst du zuvor mit Auto, Fahrrad (eine seltene Ausnahme!) oder Bahn erreichen. Das verbraucht ebenfalls Energie und ergibt einen immensen CO2-Ausstoß. - evtl. Lieferung:
Falls du ein Produkt (CD als “Hardware”, nicht als Musikdownload) bestellst, dann bekommst du es geliefert und auch diese Lieferung erzeugt einen beachtlichen Energieverbrauch.
Fazit: Musikdownloads sind gut für die Umwelt
Diese These rechtfertigt nicht die illegale Komponente eines Musikdownloads oder allgemein des Filesharings, jedoch ist der Umweltaspekt meiner Meinung nach wichtig genug, um in die oft überzogenen und manchmal an Rufmord (des bösen Filesharers) grenzenden Be- und Verurteilungen einzufließen. Der (illegale) Download ist schon immer eine Alternative gewesen, mit findigen Ideen zur Sicherung des Urheberrechts (ich wäre eher für das Abschaffen desselben) könnte also ein jeder Musikdownload nicht nur moralisch, sondern auch umwelttechnisch vertretbar sein! Filesharing ist schlecht für das Geschäft und gut für die Umwelt – was ist eigentlich wichtiger? Eine gute Frage.
Die Idee zu diesem Artikel habe ich wieder einmal durch die spannenden Gulli:News bekommen. Danke für die Infos. Die entsprechende Studie (Englisch), auf die ich bewusst nicht näher eingegangen bin, kannst du dir hier herunterladen.


Comments on this entry are closed.