Online-Streaming: Eine Kostenlos-Philosophie

by frjk on 15. Juli 2009

Seiten im Internet, die das so genannte Streamen von Medien ermöglichen, sind sehr populär. Man kann nun die Lieblingsserie auch außerhalb der regulären Sendezeiten im TV verfolgen. Auch ganze Filme und Kinopublikationen können somit angeschaut werden. Spätestens bei den Filmen wird die Sache kritisch beäugt, da es völlig kostenlos ist, diese Dinge im Internet zu sehen. Das Streaming funktioniert auch ohne einen einzigen Cent bezahlen zu müssen. Das Warten an der Kinokasse und sonstige nervige Aspekte des “normalen” Kinobesuchs fallen weg. Dass die Bildqualität der gestreamten (ist Streaming illegal?) Inhalte oftmals miserabel ist, scheint die User nicht zu stören. Ich zähle mich selbst auch dazu: Mir ist die Bildqualität der Simpsons nicht besonders wichtig, viel eher die Verfügbarkeit oder serienintern: der Humor!

Ich schreibe diesen Artikel, weil mir in den letzten Monaten vermehrt Kommentare auf einschlägigen Streaming-Seiten aufgefallen sind, die geradezu anmaßend und unbedacht die Webmaster / Uploader der kostenlosen Medien anprangern; die Bildqualität sei zu schlecht, der Service zu langsam und überhaupt ist auch der angeforderte Inhalt selbst “für den Arsch”…

Wie kann es sein, dass Menschen öffentliche “Geschenke” so sehr verachten. Wie kann es sein, dass diese kostenlose Alternative zu dümmlichen TV-Sendungen inklusive Werbung nicht respektiert oder auch gelobt wird? Wie kann es weiterhin sein, dass die Kritik an Medieninhalten am Webmaster (der überhaupt nichts damit zu tun hat!) abgeladen wird?

Ich freue mich über das immense Angebot und frage mich oft, ob ich selber fähig wäre, eine Seite wie Kino.to zu betreiben. Nicht, weil es mir an Know-How mangelt, sondern weil ich schlicht keine Lust auf die ewig meckernden Kiddies hätte, die nichts mehr wertschätzen.

Online-Streaming ist die Zukunft – ob illegal oder nicht, das sei irgendwelchen Richtern überlassen. Das kostenlose Fernsehen, das gratis Kino der nahen Zukunft befindet sich jedenfalls schon jetzt im Netz. Zu den Vorreitern gehört: Kino.to – bei diesem wohl populärsten Anbieter fällt mir nur ein Aspekt negativ auf: Die Programmierung per AJAX. Das ist jedoch nicht meine Sache.

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