Komisch, bisweilen absurd sind die Träume der Menschen – so auch meine eigenen. Nachts leben wir die andere Seite aus, denn wir alle führen ein Doppelleben. Im Traum sind wir Mörder, Vergewaltiger, Ärzte, Geheimagenten, Folteropfer, Fische und andere Kreaturen. Wir können fliegen, unter Wasser atmen, mit Tieren sprechen. Was wir im Traum nicht können ist sterben! Das finde ich bezeichnend. Die Ureinwohner Australiens (die Aborigines) glauben scheinbar, dass die Welt der Träume die reale Welt beschreibt und das angebliche Wach-Sein am Tage der wahre Traum ist. Wow, darauf muss man erst einmal kommen; ich verstehe aber die Argumentation, auch wenn ich die Argumente eigentlich garnicht kenne. Ich habe bisher mit keinem der Aborigines gesprochen…
Artefakte (Zum Beispiel No. 9)
Wir erinnern uns an die Träume, manche Menschen mehr, manche Menschen weniger. Wir erinnern jedoch immer! Irgendwie. Wir nehmen also die Eindrücke und Erlebnisse mit in unser zweites Leben: Das scheinbare Wach-Sein. Artefakte, oftmals sogar unermessliche Schätze!
Bist du wach oder träumst du?
Hast du eine unanfechtbare Beweisführung vorzuweisen, die mich glauben machen könnte, dass wir tatsächlich wach sind? Dass ich wach bin, während ich diese Zeilen schreibe? Kannst du mir das beweisen? Oder wenigstens deine (wahrscheinlich abweichende) Sicht erklären? Wieso glaubst du, dass du Herr der Lage bist, wenn du am Tag deiner Arbeit nachgehst? Im Traum bist du doch viel freier als jetzt, oder etwa nicht? Du kannst in deiner Traumlandschaft tun und lassen, was du willst.
Luzides Träumen
Flüssige Träume? Was soll das sein?! Fließende Zustände, in die du aktiv (durch Bewusstsein) eingreifen kannst. Sie befähigen dich, die Artefakte bewusst mit in die angeblich wache Welt zu nehmen und dort weiter zu untersuchen. Ich denke, dass das Ziel folgendes ist: Die Artefakte mitnehmen und mit dem zweiten Teil des Doppellebens in Einklang bringen


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