Achtung, es folgt ein fiktiver Bericht, basierend auf den Ereignissen dieser Nacht! Ich hatte Langeweile und überlegte hin und her, wohin es mich wohl noch treiben würde. Köln ist keine große Stadt und die Möglichkeiten sind begrenzt, aber das so genannte Underground Cologne ist oft für großartige Späße zu haben… Ich fuhr also dorthin – es sollte ein Open Mic Event stattfinden. Das ist jeden Donnerstag der Fall und bisher habe ich nicht mehr als 15 Leute dort auffinden können. Naja, man lernt ja nicht aus freiwillig begangenen Fehlern :-)
Ich gammelte an der Bar herum, vermummt und ohne sichtbares Interesse am Geschehen. Ein paar Menschen waren ins Kicker-Spielen vertieft, andere gammelten wie ich einfach nur rum. Nach einer 3/4-Stunde war mir das zu langweilig, also spazierte ich ein wenig durch den Laden, bis mir ein Haufen Jacken und Schals im Auge hängen blieb. Ich dachte:
“Geil. Das ist die Gelegenheit! Ich stehle irgendetwas, weil das so unglaublich unauffällig ist und ich bestimmt nicht erwischt werde.”
Gedacht, getan. Ich schlenderte zu den besagten Jacken, die in einem unübersichtlichen Haufen verknotet waren und griff beherzt in dieses Durcheinander. Ganz zufällig bekam ich eine Digitalkamera zu fassen, die ich natürlich gleich einsteckte. Gleich danach entzündete ich mir eine NIL-Zigarette und verließ den Schuppen. Freudig erregt dachte ich an den Verkaufspreis, den ich bei Ebay erzielen würde…
…plötzlich wurde ich von hinten angelabert und zwei Pseudo-Alternative fragten nach einer Digitalkamera.
“Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts.”
Diese lustigen Menschen waren tatsächlich frech genug, um mich des Diebstahls zu beschuldigen – in diesem Fall lagen sie ja goldrichtig! Jedenfalls bot ich ihnen an, mich zu durchsuchen, was sie ablehnten. Ich hätte mich totlachen können, aber ich behielt die Fassung, um mich nicht doch noch zu verraten.
Jetzt sitze ich vor dem PC und bemühe mich, einen plausiblen Verkaufstext bei Ebay zu verfassen und labe mich an den tollen Nacktfotos der Frau, der ich die Kamera geklaut habe.
ACHTUNG! Dieser Bericht ist nicht wahr, sondern reine Fiktion. Ich habe mich nur gewundert, warum gerade ich für den Diebstahl in Frage kam. Diese Frage habe ich auch meinen zwei Ermittlern gestellt, jedoch ohne eine passable Antwort zu erhalten! Ich habe die Digitalkamera nicht gestohlen – hallo? Ich bin doch nicht bescheuert. Das wäre so krass auffällig gewesen, das übersteigt sogar meinen Drang nach Nervenkitzel.
Fazit: Ich sollte meine Kapuze öfter ausziehen und mehr lächeln – sicherlich lag es an meiner unergründlichen Miene und meinem plötzlichen Aufbruch, dass man mir dreist vorgeworfen hat, ich wäre ein Dieb. Tja, Pech gehabt.


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