Waschen ist schön. Sowohl das simple Händewaschen als auch Wäsche waschen. Mir macht das Spaß, obwohl ich gestehe, mir nur sehr selten die Hände zu waschen. Allzu dreckig sind sie dennoch nicht. Jedenfalls habe ich das Waschen von Wäsche (mit den Händen!) für mich entdeckt: Anstatt nämlich eine klobige und die Faulheit fördernde Maschine zu bedienen, wasche ich immer häufiger selbst. Das fühlt sich sehr ursprünglich an und ich überlege ernsthaft, mir ein total altmodisches Waschbrett zuzulegen, um meinem neuen Hobby das richtige Ambiente zu verleihen. Natürlich wäre das alles noch authentischer, wenn ich mit einem selbstgeflochtenem Waschkorb, einer selbstgeknüpften Wäscheleine und selbstgestrickter Kleidung zum Fluss ginge, um mit selbstgemachter Seife die Kleidung am selbstgeschnitzten Waschbrett sauber zu reiben…
Da ich jedoch in der Stadt wohne und der Rhein seinem Wortlaut nicht gerecht wird, entfällt dieses Prozedere. Vielleicht steige ich auch einfach auf Waschsalons um. Ich war noch nie in einem solchen Laden, bin aber sehr gespannt auf die Menschen, die dort ihre Wäsche waschen. Das kommt dem urzeitlichen gemeinsamen Waschen am Fluss sehr nahe und ich glaube, dass Waschsalons eher wegen der Gesellschaft besucht werden als für die Reinigung der Klamotten. Das Waschen selbst ist eine faszinierende Sache, vor allem bewundere ich den menschlichen Körper für seine Selbstreinigungsmechanismen, von denen wir so selten Gebrauch machen – das ist jedoch eine völlig andere Geschichte!


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