Wordpress, Du und der Updatewahn

by frjk on 29. Dezember 2008

Ich bin vor circa 2 Monaten mit verschiedenen Projekten auf Wordpress als CMS umgestiegen und war von Anfang an begeistert ob der Möglichkeiten und der einfachen Handhabung – dieses intuitive Programm macht einfach Spaß!

Aber: Es nervt mich schon jetzt, dass alle paar Wochen bis Monate neue X.Y-Updates erscheinen. Mit einem Blog habe ich testweise auf die neue Version 2.7 (Coltrane) gewechselt und bin sehr zufrieden; vor allem mit dem neuen Administrationsbereich. Dafür jedoch wäre ein 21″-Monitor sehr praktisch ;-)

Nach einigem Ausprobieren ist mir nichts gravierend Neues aufgefallen, darum lasse ich die anderen Blogs vorerst auf der “alten Version” weiterarbeiten. Das funktioniert prima und ich muss mich nicht um zig relativ unnötige Updates kümmern, die im Zweifel ebenso lange dauern wie die Veröffentlichung der nächsten Version (2.whatever.who.cares).

Auf der deutschen Wordpress-Seite wird man lapidar darauf hingewiesen, dass es die eigene Entscheidung sei, ob man “umsteigt” oder nicht. Das finde ich unprofessionell, denn immerhin benutzen Millionen User das von inpsyde.com gemanagte CMS und diese User wollen alle nur eines: Die beste Möglichkeit ausnutzen, um ihre Blogs zu verwalten. Wieso kann mich dann der Entwickler selbst nicht so recht davon überzeugen, dass es sich um die “absolut beste Idee” handelt, wenn man die neue Version 2.7 installiert?

Es sollte um das genannte Interesse nach dem besten System gehen und nicht um die Sturm-und-Drang-Gebärden womöglich zu lange dem Sonnenlicht entzogener Programmierer. Der Dialog mit den Nutzern wird zwar durch Umfragen aufrecht gehalten, jedoch scheint keine großartige Konsequenz zu entstehen. Letztlich macht man einfach, wozu man Lust hat – wem es nicht gefällt, der hat Pech gehabt!

Weiterhin sehe ich bei den Usern selbst ein gravierendes Problem: Sie schreien geradezu nach immer neuen Versionen – auch dann, wenn es überhaupt keinen Sinn macht. Wozu die ganzen Updates?! Wirklich etablierte Blogs funktionierten auch schon mit Wordpress-Versionen, die eine Eins als Präfixnummer getragen haben.

Dies also ist meine Klageschrift an die Spinner, die das sich evolvierende Web 2.0 (der Begriff nervt zwar, ist aber ein greifbarer und darum guter Begriff!) mit der Gier nach Antworten auf bisher nicht gestellte Fragen überfordern! Gib dich zu erkennen, du Spinner und geige mir deine technologische Meta-Meinung…

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